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"la dramatique crise pastorale des paroisses est une catastrophe de la Foi" Imprimer
Auteur : Presbu
Sujet : "la dramatique crise pastorale des paroisses est une catastrophe de la Foi"
Date : 2011-01-30 21:57:21

sur le site internet de l'université de Munich, le dernier spécialiste germanophone de théologie pastorale qui reste, le Révérend Andreas WOLLBOLD (50 ANS) enseigne depuis 2003 la théologie pastorale à l'université de Munich. Il vient d'y publier ses conclusions, dont je vous donnerai dès que possible l'essentiel: "c'est en renforçant l'esprit de sacrifice, et non en l'abolissant qu'il faut faire face à la très grave crise de la pastorale conjointement avec celle du célibat [sacerdotal]. La cpmpréhension défectueuse du célibat est un sismographe de la profonde crise de la Foi dans notre époque. "
Der Pastoraltheologe, Hw. Andreas Wollbold, auf der Webseite der Universität München.
Der Pastoraltheologe, Hw. Andreas Wollbold, auf der Webseite der Universität München.
(kreuz.net, München) Der pastorale Notstand der Gemeinden ist ein „Glaubensnotstand“.

Das erklärte der letzte katholische Pastoraltheologe im deutschen Sprachraum, Hw. Andreas Wollbold (50) vor der katholischen Zeitung ‘Tagespost’.

Der Priester des Bistums Trier wirkt seit 2003 in München als Professor für das Schwatzfach Pastoraltheologie.

Dem Notstand des Glaubens müsse man mit dem Zölibat, „das heißt mit mehr Gesinnung der Ganzhingabe begegnen, nicht durch Abschaffung dieses Zeichens der Hingabe“.

Die dekadenten 70er Jahre werden konserviert

Den jüngsten Vorstoß deutscher Politiker gegen den Zölibat zugunsten des pastoralen Status Quo nennt der Pastoraltheologe eine „Problemverdrängung“:

„Ein »Weiter so!« um jeden Preis hat schon ganz dicke Tomaten auf den Augen.“

Hw. Wollbold warnt vor einem „Traditionalismus der 70er Jahre“:

„Es ist uns in den letzten fünfzig Jahren nicht gelungen ist, die junge oder auch nur die mittlere Generation in der regelmäßigen Eucharistiefeier zu beheimaten.“

Zwei Generationen sind weg

Der Pastoraltheologe sieht den pastoralen Notstand glasklar: „Ganze Generationen und inzwischen auch ganze Milieus fallen in den Pfarreien weitgehend aus.“

Als Grund nennt er Mängel in der Katechese.

Viele Menschen hätten gar keine Sehnsucht nach der Messe:

„Wir erkennen heute auch deutlicher als noch vor wenigen Jahrzehnten die unverkennbaren Schwächen der Liturgiereform.“

Gemeindefeier auf einem Mahltisch

Die neugläubige Eucharistiefeier habe faktisch dazu beigetragen, daß „die Liturgie bloß als Veranstaltung von Menschen für Menschen wahrgenommen wird“.

Da gehe man nur hin, wenn es einem etwas „bringt“ und wenn es einem „paßt“.

Die Umsetzung der Liturgiereform habe zum Verständis der Liturgie „als eine Art Gemeindeversammlung“ geführt.

Die Sakralität und die Ehrfurcht seien in den Hintergrund getreten.

Die Sonntagspflicht ist der Kern, nicht die Ortskirche

Hw. Wollbold betont ferner, daß ein Recht auf die Heilige Messe nicht existiert: „Es gibt die Pflicht der Gläubigen, sonntags an der Meßfeier teilzunehmen.“

Doch hier würden die Probleme beginnen.

Die Gläubigen müßten verinnerlichen, daß die Kirche vom Meßopfer lebt.

„Wenn wir das verstanden haben, dann kommt es nicht darauf an, ob der nächste Kirchturm in Sichtweite ist oder ob wir vielleicht ein paar Kilometer fahren müssen, um am Gottesdienst teilnehmen zu können.“

Das sollte die Heilige Messe wert sein – betont der Pastoraltheologe.

Die „Gemeinde, oder besser gesagt die Pfarrei“ sei ein pastorales Mittel: „nicht mehr und nicht weniger“.

Als pastorales Mittel sei die Frage, „wie viele Pfarreien es geben muß, sehr situationsabhängig, wandelbar und kontingent“.

In den letzten zweihundert Jahren habe es in Deutschland einen Boom von Pfarreien-Gründungen gegeben.

Künftig werde die Zahl der Pfarreien und Meßorte viel kleiner werden.

Hw. Wollbold betont, daß das der Protestantismus anders sieht. Er verstehe die Kirche vom gepredigten Wort her:

„Darum ist für ihn die versammelte Gemeinde, die das Wort Gottes hören will, die eigentliche Kirche.“

Die übernatürliche Sichtweise ist baden gegangen

In der von den antikirchlichen Medien-Bossen organisierten Zölibatsdebatte sieht Hw. Wollbold, daß die Ehelosigkeit wie das Kreuz ein Zeichen des Widerspruchs ist.

Kreuz und Zölibat könne nur verstehen, wer gläubig und auf den Himmel ausgerichtet ist:

„Diese übernatürliche Sichtweise ist aber nicht nur in den weltlichen Medien, sondern auch bis weit in den institutionell verfaßten Katholizismus hinein nicht mehr vorhanden.“

Das mangelnde Verständnis für den Zölibat ist für den Pastoraltheologen ein „Seismograph für die tiefe Glaubenskrise unserer Zeit“.

In einer materialistischen Gesellschaft wirke der Zölibat durch sich selbst.

Eine mögliche Schwemme von verheirateten Priestern verlockt den Pastoraltheologen „ganz und gar nicht“: „Das hieße, Quantität über Qualität zu stellen.“

Am Anfang war der Zölibat

Ferner kritisiert Hw. Wollbold, daß der aktuelle Stand der wissenschaftlichen Zölibats-Forschung kaum beachtet werde.

Der Zölibat gehe auf die Praxis und Weisung Christi zurück und sei „apostolischen Ursprungs“: „Das ist keine Kleinigkeit.“

Die orthodoxe Gemeinschaft sei erst bei einer Synode 682 vom bis dahin gemeinsamen Weg abgekommen:

„Damit ist die römisch-katholische Kirche heute die einzige, die diese Tradition unversehrt bewahrt hat.

Der Zölibat ist ihr Stolz, ist ihr spezifischer Schatz, den sie wie einen Augapfel hüten muß.“

Mit diesem Schatz werde die Kirche die Menschen immer wieder zu Gott erheben.

„Wenn die Katholische Kirche diesen Schatz aufgeben würde, würde sie sich selber und sicher auch wesentliche Elemente des Amtspriestertums fast zwangsläufig mit aufgeben.“

Die Verflachungen der Nachkonzilszeit führten zum Berufungsmangel

Hw. Wollbold erwähnt eine Studie der US-amerikanischen Religionssoziologen Rodney Stark und Roger Finke.

Sie beweisen einen Zusammenhang zwischen „dem nachkonziliar verflachten Priesterbild und dem Rückgang von Berufungen“.

Das fange mit äußeren Zeichen an: „Dort, wo der Priester bewußt Zivilkleidung trägt, signalisiert er, daß er ein Mensch wie jeder andere sein will.“

Folgerichtig werde „man“ den Vorrang und die Unverzichtbarkeit dieser Berufung nicht mehr betonen.

Daraus folge lebenspraktisch, daß die Priester, besonders Pfarrer, „wie abhängige Angestellte einer bischöflichen Verwaltung behandelt“ würden.

Es entstehe der Eindruck, daß man die Lebenshingabe der Priester nicht mehr schätze:

„All das sind starke Signale, daß man trotz aller Lippenbekenntnisse zu unseren Priestern davon ausgehen muß: Das Priestertum gehört zu den Verlierern der nachkonziliaren Zeit.“


La discussion

 "la dramatique crise pastorale des paroisses  [...], de Presbu [2011-01-30 21:57:21]